Probentagebuch Letzter Eintrag

So. Wir haben die Generalprobe überlebt. Das ist schon mal ganz gut. Trotzdem haben wir, (Sven Klaus und ich), die Nacht hindurch noch an den Projektionen gearbeitet. Ich hoffe, dass wir die Änderungen noch heute ins System eingeben können ohne Verwirrungen auszulösen. Ich bin sicher Marion und Gregor bekommen das auf die Reihe. Ich weiß, dass es viel verlangt ist noch vor der Premiere komplexe Ablaufänderungen durchzuführen, aber es ist notwendig um das Ende klarer zu gestalten. Mal sehen ob es klappt. Auf jeden Fall raune ich mir selbst und allen Beteiligten ein herzvolles „Toi Toi Toi“ zu.

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Robin Hood auf der Erfurter Opernbühne

Porträt
  • Drama unter dem Galgen: Jörg Rathmann sieht als Jeremias in diesem Probenfoto dem Unvermeidlichen entgegen. Foto: Lutz Edelhoff
Jeder kennt Robin Hood. Keiner kennt Albert Dietrich. Dabei hat dieser Dietrich, Schüler Robert Schumanns und zu seiner Zeit ein geachteter Komponist, dem Geächteten vom Sherwood Forest eine abendfüllende Oper gewidmet.

Erfurt. Das 1879 uraufgeführte Werk verschwand allerdings um die Jahrhundertwende in der Versenkung. An der Neuen Oper Erfurt kehrt Robin Hood jetzt auf die Bühne zurück. Der Stoff war ungewöhnlich. Historische Themen hatten in Deutschland gegen Ende des 19. Jahrhunderts Konjunktur, gerade das Mittelalter war en vogue; allerdings veroperte man, siehe Wagner, vorzugsweise Altdeutsches oder Germanisches. Robin Hood, der englische Volksheld, der Gesetzlose, der Rebell, scheint den Ansprüchen an einen hehren spätromantischen Opernhelden nicht zu genügen. So, wie Albert Dietrich und sein Librettist Reinhard Mosen den Stoff auffassten, passt er letztlich aber doch ins Schema. „Die Oper nimmt Richard Löwenherz deutlich in den Fokus“, beschreibt Arne Langer, Chefdramaturg der Neuen Oper Erfurt, „ihre Botschaft ist, dass man gegen einen äußeren Feind zusammenhalten muss.“ Die Sachsen gegen die französischsprachigen Normannen, das war nahe am deutschen Zeitgeist in den Jahren nach der Reichsgründung. Und König Richard übernahm die Rolle des Monarchen, der das Volk eint – auch dessen zur Rebellion neigende Teile. So wollte man Wilhelm I. gerne sehen. Derartig preußisch und staatstragend interpretiert Regisseur Jürgen R. Weber die Oper naturgemäß nicht. Ihn interessieren die Konflikte, die in dem Stoff stecken: zwischen den angepassten Bürgern von Nottingham und den Gesetzlosen im Wald, zwischen anarchischer Utopie und Realität. Seine Inszenierung, die am 20. März ihre Premiere erlebt, zeigt diese Brüche schon in der Ausstattung, sie spielt auf mehreren zeitlichen und gesellschaftlichen Ebenen. Robin Hood und seine Mannen bleiben die bekannten mittelalterlichen Helden in Strumpfhosen, „Kostüme und Ästhetik habe ich von dem Stummfilm mit Douglas Fairbanks von 1922 übernommen“, so Weber. Richard Löwenherz dagegen tritt als moderner englischer Monarch auf – und die Spießbürger von Nottingham finden ihre Entsprechung im Opernpublikum von heute. Wie dieser Kniff bei den Premierenbesuchern ankommt, darauf ist der Regisseur selbst gespannt. „Es ist schon ein wilder Mix.“ Die mittelalterliche Tracht von Robin Hood, Little John und Lady Marian trifft auf eine sehr heutige Bühnengestaltung. Jürgen R. Weber, bekennender Comicfan, stellt keine Waldkulisse auf die Bretter; lieber schafft er zeichnerische Räume, „das Artwork ist zum Teil von mir“. Eine wichtige Rolle spielen Filmeinblendungen. Die authentischen Bilder schnitten Weber und sein Team bei einer Erfurter Antifa-Maikundgebung mit. Das trug ihnen einen polizeilichen Platzverweis ein, aber auch die Demo-Szenen, die sie für „Robin Hood“ brauchten; das Opernpublikum wird in den Einblendungen einige bekannte Erfurter Politiker wiedererkennen. Die Opernhandlung fügt sich nahtlos ein: Robin Hood wurde gefangengenommen, seine Mannen schwenken ein „Free Robin“-Transparent. Und die Debatte um autonome Hausbesetzer und Sprayer wird plötzlich Opernstoff. „Schon mit ,Hänsel und Gretel nur für Erwachsene wollten wir zeigen, dass Oper heutige gesellschaftliche Themen verhandeln kann“, so Arne Langer, „mit ,Robin Hood funktioniert das ähnlich.“ Jürgen R. Weber sieht in Robin Hood auch „die linke Sehnsucht nach Führerfiguren“ verkörpert: „Wenn eine revolutionäre Bewegung an die Macht kommt, hört sie auf, revolutionär zu sein. Robin Hood passt sich an und akzeptiert die Machtverhältnisse, Little John muss ihn daran erinnern, dass das mit dem freien und gesetzlosen Leben im Wald mal anders gedacht war.“ Eine homoerotische Eifersuchtsgeschichte zwischen Robin, John und Richard, die Weber schon im Libretto angedeutet sieht, belastet das Verhältnis zusätzlich. Robin Hoods Dauerfreundin Marian kommt entsprechend wenig zum Zug; auch Little Johns Geliebte Ellen ist weitgehend abgemeldet. Aber immerhin gehört den beiden Frauen das herausragende Duett des Abends, „das klingt schon in der Ouvertüre an“, so Langer. „Marians Arien sind sowieso die schönsten“ – umso mehr, da Ilia Papandreou diesen Part singt. Die Rolle des Robin Hood übernimmt der Tenor Markus Petsch, als Richard Löwenherz tritt Bariton Peter Schöne auf, den Bass-Part von Little John singt Sebastian Pilgrim. Die musikalische Leitung obliegt Johannes Pell. Albert Dietrich gehörte zu denjenigen Komponisten, die Wagner und seine komplexe, den romantischen Rahmen sprengende Harmonik ablehnten. Das wurde ihm zum Verhängnis: Wagner setzte sich in der Oper dermaßen machtvoll durch, dass die Werke eines Dietrich oder Reinthaler vergleichsweise rückschrittlich wirken mussten und dem Vergessen anheim fielen. „Dabei steckt im ,Robin Hood jede Menge Wagner, sowohl musikalisch als auch in der Libretto-Struktur“, sagt Jürgen R. Weber. Wer im Sheriff von Nottingham den Beckmesser wiedererkennt, der liegt nicht falsch. Auch sonst verspricht die Opern-Ausgrabung „Robin Hood“ viele Entdeckungen – weit über den Mythos vom edlen Räuber hinaus. „Robin Hood“-Premiere: 20. März, 18 Uhr, Neuen Oper Erfurt

 

Frauke Adrians / 17.03.11 / TA
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Robin-Hood-Inszenierung bietet Akteuren variablen Spielraum

Porträt
  • Regisseur Jürgen R. Weber (l.), Sopranistin Ilia Papandreou und Tenor Markus Petsch. Foto: Lutz Edelhoff
Das Theater Erfurt gräbt konsequent weiter aus. Jüngstes Ergebnis: „Robin Hood“. Weitaus bekannter als der Komponist Albert Dietrich ist Regisseur Jürgen R. Weber, auch durch seine Mitarbeit bei TV-Serien wie GZSZ und Sturm der Liebe. TA-Mitarbeiterin Ursula Mielke sprach mit ihm sowie mit dem Darsteller der Titelpartie, Markus Petsch.

Wie kam die Oper „Robin Hood“ auf Sie? Jürgen R. Weber: Zunächst kannte ich nur die Sonate für Violine, die Dietrich für den damals bekannten Geiger und Brahms-Freund Joseph Joachim komponierte. Es ist eine gute, professionelle Musik. Dann habe ich mir den Klavierauszug der Oper angesehen und durchgespielt. Der Generalintendant hat mich gefragt, und ich sagte zu. Fast wäre die Arbeit nicht zustande gekommen, denn Generalmusikdirektor Gugerbauer findet das Werk zu langweilig. Letztendlich näherte ich mich dem Stoff vom Thema her. Es heißt, Sie inszenieren mit einem Fingerzeig auf die Angepasstheit heutiger Bürger bzw. auf deren Sehnsucht nach positiven Führerfiguren. Jürgen R. Weber: Zumindest gehe ich der Frage nach, was passiert, wenn eine Führerfigur zwar edlen Sinnes ist, aber aus dem Ruder läuft. Da besteht eine gewisse Eigendynamik. Es ist immer problematisch, ob einer aus dem rechten oder linken Spektrum kommt, wenn jemand sagt „Ich weiß, was gut für euch ist“. Ist es Widerstand, wenn Pflastersteine auf Polizisten geworfen oder Mercedes-Sterne abgebrochen werden? Doch ich erzähle keine Gut-Böse-Geschichte. Die Gesetzlosen der Oper können in verschiedene Masken schlüpfen. Der Komponist Albert Dietrich ist kein Wagner. Bietet er den Sängern dennoch anspruchsvolle Aufgaben? Ilia Papandreou: Lady Marian hat sehr schöne Melodien, die aber nicht schwer zu singen sind. Es ist wunderschöne deutsche Romantik, die ich sehr mag. Ein Liebesduett zwischen Robin und mir gibt es leider nicht. Jürgen R. Weber: Die beiden Reden über einander mit anderen, mit Freunden und Freundinnen. Das wird die Inszenierung auch reflektieren. Musikalisch ist Carl Maria von Weber das Bindeglied zwischen alt- und neudeutscher Schule. Markus Petsch: Es ist merkwürdig, einen englischen Stoff in typisch deutscher Romantik umzusetzen. Die Musik klingt sehr angenehm. Die Titelpartie ist nicht so wahnsinnig zentral, doch sehr eigenwillig im Rhythmischen, was man aber nicht unbedingt hört. Warum spielt die historische Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen? Jürgen R. Weber: In den Bürgern Nottinghams sehen wir die Erfurter. Ich verbinde Theaterraum und Räume der Stadt durch Filmeinspielungen mit stadtbekannten Persönlichkeiten und durch einen über den Orchestergraben gebauten Steg hinein ins Publikum. Das Bühnenbild hat Probebühnencharakter, was ich spannend finde. Der Normalbürger wird mit viel Humor aufgespießt. Wir teilen in alle Richtungen aus. Nochmal: Warum lohnt sich diese Ausgrabung? Ilia Papandreou: Es ist eine gute, beliebte Geschichte, schöne Musik und eine Inszenierung, die bestimmt auch Jugendliche anspricht. Gerade die Inszenierung macht diese Oper interessant und leichter verständlich. Markus Petsch: Es wird keiner aus dem Theater gehen und den Abend für verloren halten. Jürgen R. Weber: Die Oper verspricht einen sehr erfreulichen Abend, und manch einer wird „Robin Hood“ vielleicht mehrmals anschauen, denn es gibt für Sänger und Schauspieler viele ad libitum eingesetzte Elemente, das heißt jede Show wird anders. Ich bin überzeugt, dass meine 83-jährige Mutter und vier meiner Kinder im Alter von 12 bis 18 Jahren viel Spaß haben und die Aufführung aus verschiedenen Perspektiven ansehen werden.

 

Ursula Mielke / 17.03.11 / TA
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Robin Hood feiert Premiere am Theater Erfurt

Porträt
  • In der Reihe „Erfurt gräbt aus“ inszeniert Jürgen R. Weber die romantische Oper „Robin Hood“: Darin geht es um den Gesetzlosen und seinen Konflikt mit der etablierten Gesellschaft. Foto: Lutz Edelhoff
Mal gilt er als der Prototyp des idealen Helden, gerecht, edel und gut. Aber auch als Witzfigur in Strumpfhosen musste der bekannteste englische Waldbewohner schon herhalten. Die Rede ist von Robin Hood, der mit seinen Gefährten mutmaßlich im Sherwood Forest hauste, die Reichen plünderte und den Armen gab.

Erfurt. Ganz nebenbei stürzte er noch den bösen Sheriff von Nottingham und half dessen Bruder, König Richard, zurück auf den Thron. Die Geschichte ist hinlänglich bekannt, unzählige Verfilmungen haben Robin Hoods Leben in allen Facetten ausgeleuchtet. Doch der grüne Lebemann in einer Opernfassung? In der Reihe „Erfurt gräbt aus“ inszeniert Jürgen R. Weber die romantische Oper des Brahms Freundes Albert Dietrich. Dabei kommt es dem Regisseur nicht darauf an, eine moderne Fassung althergebrachten Stoffes auf die Bühne zu bringen. Ihm geht es vielmehr darum, Robin Hood und seinen Konflikt mit der etablierten Gesellschaft als Problem eines Jeden zu beleuchten. „In jedem steckt ein Robin Hood, alle sehen sich irgendwie als Outlaws. Der Fall Guttenberg war da eine interessante Analyse. Der Mann hatte im Volk offenbar mehr Sympathisanten als diejenigen, welche ihn zur Strecke brachten. Und das, weil er gegen das System geschummelt hat“, sagt Jürgen R. Weber. Die Operninszenierung setzt zeitlich später ein als die bekannten Filmvariationen. Robin befindet sich schon im Wald, ist geächtet und entgegen üblicher Wahrnehmung eher mit seiner Liebe zu Marian beschäftigt. Sein Weggefährte Little John möchte sich vermehrt dem revolutionären Moment ihres Daseins widmen, doch der romantische Rebell Robin ist urbaneren Dingen zugeneigt. „Der Konflikt über die wahre Revolution ist schon in Dietrichs Oper angelegt. Dieses Thema ist spannend, weil irgendwie immer aktuell. Jede politische Daseinsform hat Teile ihre Mitstreiter im Zweifelsfall gefressen.“

Jürgen R. Weber geht es um die Entmythologisierung von Führerfiguren. Auch in der Figur des frei lebenden Kämpfers Robin Hood sieht der Regisseur den politischen Mythos. Und genau den will er in seiner Inszenierung beleuchten und bisweilen auch demaskieren. Für seine Umsetzung bedient sich Weber einiger, für das Erfurter Theater eher unüblicher Mittel. So wird es kein großes Bühnenbild geben, sondern eine Bühnenrückwand, die gleichsam als riesige Projektionsfläche dient. Darauf werden im Verlauf des Stückes reale Filmtrailer projiziert. Dafür zog Jürgen R. Weber eigens mit seinem Kameramann durch die Stadt und suchte sich seine Kulissen. Auch die 1. Mai Demonstration des vergangenen Jahres wurde eingefangen. So finden sich die Stadt Erfurt und einige lokale PolitGrößen inmitten des Stückes wieder. Neben den Filmsequenzen gibt es auch immer wieder schlicht gehaltenes Artwork zu sehen, das der Regisseur eigenhändig skizzierte und zeichnete. Wer sich also Robin Hood mal abseits der Hollywoodmaschinerie nähern möchte, dem sei diese Oper wärmstens empfohlen. Premiere: Sonntag, 20. März, 18 Uhr, Großes Haus

 

Dominique Wand / 17.03.11 / TLZ
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Opernmagazin | MDR FIGARO | 19.03.2011 | 20:05 Uhr

 

„Robin Hood“ – Oper in drei Akten von Albert Dietrich

In der Reihe „Erfurt gräbt aus“ bringt am 20. März das Erfurter Theater die berühmte Geschichte vom englischen Helden Robin Hood auf die Opernbühne. Geschrieben vom Albert Dietrich, einem Freund Robert Schumanns, gehört das Werk zu den selten aufgeführten Opern. Nun hat es Jürgen Weber in Erfurt inszeniert.

aus der Oper Robin Hood

Den englischen Helden Robin Hood kennt jeder! Zumindest sollte man das vermuten, denn Robin Hood ist längst eine mythische Gestalt. Zahllos die literarischen Verarbeitungen des Robin-Hood-Stoffes, zahlreich die Verfilmungen seit dem frühen 20. Jahrhundert, zählbar die Vertonungen des mittelalterlichen Sujets. Nun hat das Theater Erfurt am Erfurter Opernhaus eines der wenigen Bühnenwerke über den legendären Helden in Strumpfhosen ausgegraben: „Robin Hood“, eine Oper in drei Akten von Albert Dietrich (1829-1908), eine spätromantische, deutsche Adaption des Stoffes!

Dietrich war ein Schüler von Robert Schumann und auch mit dessen Frau Clara und Johannes Brahms befreundet. Dass er musikalisch kein Revoluzzer war, ist nicht zu überhören! Zeitgenosse Herman Levi, seines Zeichens selbst Komponist und Dirigent, sprach einmal von „… vortrefflicher Kapellmeistermusik …“ Das trifft die Sache vermutlich in mehrfacher Hinsicht, denn hauptberuflich war Albert Dietrich viele Jahre Hofkapellmeister in Oldenburg.

Dass die Erfurter Theatermacher um Generalintendant Guy Montavon nun seine einzige Oper wiederbeleben, hat mehrere Gründe: Einerseits ist man von der musikalischen Qualität des Werkes, andererseits von der gesellschaftlichen Relevanz des Stoffes heute überzeugt! Denn wie, so fragt sich Regisseur Jürgen R. Weber, gehen wir heute in der sogenannten Wohlstandsgesellschaft mit Außenseitern, Randgruppen und sozialer Ungerechtigkeit um? Der auch als Fernseh-Mann geschulte Weber wird versuchen, in seiner im wahrsten Sinne des Wortes „bildreichen“ Inszenierung – es werden zahlreiche filmische Elemente einbezogen – auf unorthodoxe und humorvolle Weise Antworten zu geben.

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Probentagebuch Donnerstag 17. März

Die HP 2 war interessant. Kurz vorher probte ich mit Sebastian und Christa noch einmal das Duett aus dem 3. Akt. Die neue Version ist viel logischer und besser. Der Chor sang und spielte sehr diszipliniert, Malwina (Ralf) war leider krank und wurde von Ralph gesungen und von Kälbchen, einer burschikosen Musikwissenschaftsstudentin aus Weimar, gespielt. Nach der Probe gab es bei Guy unserem Intendanten eine prinzipiell positive Manöverkritik. Es gab einige berechtigte Fragen zum Ende. Was mich zu einem neuen und hoffentlich schlüssigeren Finalbild (incl. Filmeinspielung) inspirierte.

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Probentagebuch Mittwoch 16. März

Heute hatten wir BO 2. Im englischen heißt BO Body Odour, also Körpergeruch. In der Oper dagegen ist eine Bühnen Orchesterprobe. Es ist wichtig diese beiden Bedeutungen nicht zu verwechseln. Auf jeden Fall zeigt sich, dass die Proben mit denen ich in den letzten Tagen noch Chor und Solisten gequält habe,  sich tatsächlich positiv ausgewirkt haben. Es wirkt klarer und fokussierter. Leider hatten wir 2 Krankheitsfälle. Um anzuspielen und die Lichtpositionen zu überprüfen musste ich in den sauren Apfel beißen und Little John spielen.

(In Wirklichkeit habe ich Rampensau das natürlich mehr als gerne gemacht. Wann hat man die Chance auf der Bühne eines Opernhauses zu spielen? Gesungen hat Ralph Neubert, der, wie ich nun weiß, nicht nur wahrlich genial vom Blatt spielen kann, sondern auch eine angenehme Baritonstimme hat. Da wir „Rang frei“ hatten,  gab es auch einige Zuschauer, die nach dem ersten Teil sogar applaudierten).

Wie auch immer. Wir haben immer noch nicht alle Projektionen. Aber jetzt fehlen nur noch die neuen Textteile. Sven Klaus ist in Berlin unermüdlich am produzieren, während ich in der Opernkantine downloade und die Clips dann unserem geduldigen Stefan vom Licht gebe.  Heute gibt’s die Hauptprobe 2. Bin gespannt. Hoffentlich bleiben alle gesund.

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